Suche nach Fachkrften: “Bei den Frauen sehen wir groes Potenzial”

Von stark steigenden Energiepreisen bis hin zum Klimawandel: Die Unternehmen mssen Lsungen fr diverse Probleme finden. “Die grundstzliche Frage ist aber: Haben wir auch genug gut ausgebildete Mitarbeiter dafr?”, sagt Valborg Burgholzer-Kaiser. “Dass wir uns gegenseitig die Mitarbeiter wegnehmen, kann nicht die Lsung sein”, so die Geschftsfhrerin des Ennser Getriebespezialisten Eisenbeiss und Obmann-Stellvertreterin der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer O.

Um das Problem zu lsen, brauche es unterschiedliche Anstze: “Einerseits mssen wir zeigen, welche Berufsbilder es in der Industrie gibt. Viele wissen gar nicht, was wir alles machen.”

Die Sparte Industrie hat mit der Bildungsdirektion und der Pdagogischen Hochschule auch ein Projekt gestartet, in dem Lehrer, die Berufsorientierung unterrichten, in mehr als 20 Industriebetrieben Praxistage absolvieren knnen. So soll ihr Bewusstsein geschrft werden, um den Schlern zu vermitteln, dass eine Lehre in der Industrie interessant und zeitgem ist.

Andererseits gebe es gerade bei den Frauen noch groes Potenzial im Arbeitskrftebereich, sagt Burgholzer-Kaiser. So waren laut Statistik Austria 2020 84 Prozent der Vter mit Kindern jnger als 15 Jahre in Vollzeit erwerbsttig. Bei den Mttern waren es nur 18,8 Prozent. 49 Prozent der Frauen arbeiteten Teilzeit, 22,3 Prozent waren nicht erwerbsttig.

Es muss sich auch lohnen

Frauen mssten ermutigt werden und sich mehr zutrauen. “Und wir brauchen andere Arbeitszeitmodelle, um den Frauen entgegenzukommen. Die Unternehmen mssen hier maximal flexibel sein”, sagt Burgholzer-Kaiser. Es brauche auch ausreichend Mglichkeiten fr die Kinderbetreuung. Teilzeitarbeit msse sich aber auch lohnen: “Bei vielen Frauen, die Teilzeit arbeiten und die Kinder in Betreuung geben, bleibt oft nicht mehr viel ber.” (prel)

Reference-www.nachrichten.at

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